Die Bäuchlins - Eine unglaubliche Geschichte
Leseprobe:
Die Zwillingssöhne Bred und Bortsch hausen mit ihrer Schwester Bunja und dem Baby Babeba in den urigen Gemäuern des alten Bauernhauses und bis vor acht Jahren hatten sie einigermaßen in Ruhe leben können. Denn die Bäuchlins sind nachtaktiv, d.h. sie schlafen am Tag und werden erst am Abend wieder munter. Sie haben einen besonders tiefen Schlaf, deshalb hatten sie bisher nie Probleme. Denn die Bauern, die hier seither gelebt hatten, gingen tagsüber ihrer Arbeit auf den Feldern nach und gingen auch früh zu Bett, sodass die Bäuchlins des Nachts ihre Ruhe hatten. Doch seit das alte Bauernhaus vor acht Jahren in eine Bibliothek umfunktioniert wurde, war es an zwei Tagen in der Woche etwas lauter geworden, denn oft kamen viele Leute auf einmal hier ins Haus. Ganz schlimm wurde es allerdings, als vor drei Jahren die erste Kriminacht ins Leben gerufen wurde und da war es dann plötzlich aus mit der nächtlichen Ruhe! Die Kinder, die hier übernachteten, schliefen des Nachts überhaupt nicht und trampelten und grölten die ganze Nacht durch, das war ja kaum zum Aushalten. Heute bahnte sich wieder so eine Nacht an, das hatte Mutter Bilse ihrer Familie gerade schonend klarzumachen versucht. Oma Berba stöhnte:
„Nicht schon wieder! Ist denn schon wieder ein ganzes Jahr rum?“
Dabei reckte sie sich auf ihre dicken Zehenspitzen hoch und schnüffelte mit ihrer riesigen, langen Knubbelnase gierig in die Luft.